# ipadm Kleines Go-CLI-Tool zur Verwaltung statischer Hosts (DHCP-Reservierung + DNS-Eintrag) und WAN→LAN-Port-Forwards für den dnsmasq/nftables-Router auf narcissus. Ersetzt/lehnt sich an das Original-Tool `ipadm` (dhcp/bind management, mwx'2021) an, arbeitet aber gegen unseren dnsmasq/nftables-Stack statt isc-dhcp-server/bind9 (siehe [../../README.md](../../README.md)). Installiert auf dem Server unter `/usr/local/bin/ipadm`. ## Funktionsweise - Pflegt eine flache Textdatei `/etc/ipadm/hosts` (eine Zeile pro Host: `nameipmaccomment`, `mac` ist `-` wenn nicht gesetzt) als Datenbank für statische Hosts, und `/etc/ipadm/portforwards` (`wanportprotohostlanport`) für Port-Forwards. Ein Port-Forward referenziert einen Hostnamen aus der Host-Datenbank statt einer festen IP, damit er automatisch der aktuellen IP des Hosts folgt. - `ipadm -u` generiert daraus zwei Dateien und reloadet die zugehörigen Dienste: - `/etc/dnsmasq.d/hosts.conf` (pro Host ein `host-record=` für DNS, plus `dhcp-host=` für Hosts mit MAC-Adresse für die DHCP-Reservierung), validiert mit `dnsmasq --test`, danach `systemctl reload dnsmasq`. - `/etc/nftables.d/portforward.conf` (eine eigene `table inet portforward` mit einer `dnat`-Regel pro Port-Forward, referenzierte Host-IP wird zum Generierungszeitpunkt aus der Host-DB aufgelöst), validiert mit `nft -c -f /etc/nftables.conf` (dafür bindet `/etc/nftables.conf` bereits `include "/etc/nftables.d/*.conf"` ein), danach `systemctl reload nftables`. Schlägt die jeweilige Validierung fehl, wird die vorherige generierte Datei automatisch wiederhergestellt und der betroffene Dienst **nicht** neu geladen. Referenziert ein Port-Forward einen mittlerweile gelöschten Host, wird er beim Generieren übersprungen und als Warnung ausgegeben, statt den ganzen Lauf abzubrechen. - IP-Adressen werden bei `-a`/`-i`/im interaktiven Modus geprüft: müssen in `10.0.0.0/24` liegen und **außerhalb** des dynamischen DHCP-Pools `10.0.0.100–10.0.0.200` (verhindert Kollisionen mit dynamisch vergebenen Adressen). - Port-Forwards werden über `(wan-port, protokoll)` eindeutig identifiziert; `both` (= tcp+udp in einer Regel via `meta l4proto { tcp, udp }`) kollidiert dabei mit einem einzelnen `tcp`- oder `udp`-Eintrag auf demselben Port. ## Usage ``` ipadm add/edit host (interactive) ipadm -l list hosts ipadm -a [-f] [mac address] add host ipadm -c set comment ipadm -i change ip address ipadm -m change mac address ipadm -r rename host ipadm -d delete host ipadm -pa [-f] [lan-port] [tcp|udp|both] add port-forward to a known host ipadm -pl list port-forwards ipadm -pd [tcp|udp|both] delete port-forward ipadm -u update (regenerate dnsmasq+nftables config, reload) ipadm -h this help ``` (Output/messages of the tool itself are English; this README stays German like the rest of the repo.) Beispiel: ```sh ipadm -a webserver 10.0.0.10 # Host anlegen (falls noch nicht vorhanden) ipadm -pa webserver 443 tcp # WAN-Port 443/tcp -> webserver:443 ipadm -pa webserver 8080 80 tcp # WAN-Port 8080/tcp -> webserver:80 ipadm -u # anwenden (dnsmasq + nftables) ``` `lan-port` und Protokoll bei `-pa` sind optional und in beliebiger Reihenfolge angebbar (Default `lan-port` = `wan-port`, Default Protokoll `tcp`) — das Tool erkennt selbst, ob ein Token eine Portnummer oder `tcp`/`udp`/`both` ist. Nach jeder Änderung an der Host- oder Port-Forward-DB (`-a`, `-c`, `-i`, `-m`, `-r`, `-d`, `-pa`, `-pd`, interaktiv) muss `ipadm -u` ausgeführt werden, damit dnsmasq/nftables die Änderung tatsächlich übernehmen — das Tool weist nach jeder Änderung selbst darauf hin. ## Bauen / Installieren ```sh cd tools/ipadm go build -o ipadm . install -m 0755 -o root -g root ipadm /usr/local/bin/ipadm ``` ## Testen ohne die echte Server-Konfiguration anzufassen Alle Pfade sind über Umgebungsvariablen überschreibbar: ```sh export IPADM_DB=/tmp/test-hosts export IPADM_PORTFWD_DB=/tmp/test-portforwards export IPADM_DNSMASQ_HOSTS=/tmp/test-hosts.conf export IPADM_NFT_PORTFWD=/tmp/test-portforward.conf export IPADM_LAN_CIDR=10.0.0.0/24 export IPADM_POOL_START=10.0.0.100 export IPADM_POOL_END=10.0.0.200 export IPADM_WAN_IFACE=enp3s0 ./ipadm -a testhost 10.0.0.50 aa:bb:cc:dd:ee:ff ./ipadm -l ``` Achtung: `ipadm -u` ruft trotzdem `dnsmasq --test` bzw. `nft -c -f /etc/nftables.conf` auf (prüft die echte System-Konfiguration) und bei Erfolg `systemctl reload dnsmasq`/`systemctl reload nftables`, auch im Testmodus — das ist beabsichtigt (validiert, dass die generierte Datei mit der echten Umgebung zusammenspielt), aber es reloadet die echten laufenden Dienste. `IPADM_NFT_PORTFWD` nur auf einen Pfad außerhalb von `/etc/nftables.d/` zeigen lassen, sonst landet die Testdatei im echten Include und wird real aktiv.